Basar 2016 – Ein Rückblick

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Es herrscht geschäftiges Treiben auf dem Schulhof, im Oberstufengebäude und im Eingangsbereich der Waldorfschule: Kinder, die große Schüsseln mit Salat tragen und sich einen Weg durch das Gewimmel bahnen sowie Erwachsene mit Kuchen oder Torten. Viele Leute begrüßen sich fröhlich, reden miteinander, doch da kommt schon das Mittelstufenorchester der Schule im Foyer zusammen, um den Basar festlich zu eröffnen. Die ersten Töne des Halleluja erklingen und das Gespräch verstummt. Eilig kommen noch Zuhörer hinzu, um zu lauschen.

Das Orchester der Schüler der Klassen 6 bis 8 stimmt auf den Basar ein und Frau Klemt begrüßt alle Kinder und Eltern, alle Gäste und Besucher. Der Basar ist eine Veranstaltung der Eltern des Waldorfschulvereins, also der Eltern aller Saarbrücker Waldorfeinrichtungen: Der Kinderstube, des Kindergartens, des Waldkindergartens sowie der Schule. Der Erlös kommt u.a. karitativen Zwecken zugute oder es werden bestimmte Projekte des Vereins gefördert, so zum Beispiel im letzten Jahr die Gestaltung des Außengeländes des Kindergartens mit neuen Spielgeräten und neuem Häuschen. Aber natürlich ist der Basar in erster Linie ein Treffpunkt für Menschen, die sich an der Vielfalt der Stände erfreuen, erste Weihnachtsgeschenke erwerben, Ideen zum Basteln bekommen, sich auf die Adventszeit einstimmen oder gemütlich einen Kaffee trinken und frische Waffeln genießen möchten. „Schon im Frühjahr notiere ich den Termin, um mir den Tag frei zu halten. Es stimmt mich auf die Adventszeit ein. Die Vielfalt des Angebotes und die liebevollen Stände gefallen mir sehr“, meint Frau Dr. Gaul. Lächelnd fügt sie hinzu: „Nach dem Basar beginnt für mich die Adventszeit und ab jetzt esse ich Lebkuchen.“

Und abwechslungsreich ist das Angebot auf dem Basar garantiert. Im Hauptgebäude der Schule, in den Klassen- und Unterrichtsräumen, sind die Verkaufsstände untergebracht. Die Schüler der 1. bis zur 8. Klasse haben sich gut vorbereitet. Sie haben Plätzchen gebacken, Marmelade gekocht, Backmischungen hergestellt, Fenstersterne gefaltet, Weihnachtskarten mit aufwendigen Sternen bestickt (diese waren so begehrt, dass sie bereits nach kurzer Zeit ausverkauft waren), Lichterhüllen gefertigt, Kalender entworfen und, und, und. An den Ständen verkaufen die Schülerinnen und Schüler ihre Waren, die Jüngeren aufgeregt und emsig, von den Eltern im Hintergrund unterstützt, die Älteren schon gelassener und selbstständig. Die jugendlichen Schüler der Oberstufe beteiligen sich an der Verköstigung der Gäste und verkaufen Brezeln und Käsestangen, Zimtwaffeln und Punsch. Ganz neu in diesem Jahr ist die Cocktailbar mit verschiedenen alkoholfreien Cocktails. Wie sie wohl angenommen wird? Auch die Produkte aus dem Schulgarten und von den dortigen Bienen werden angeboten. Besonders beliebt sind die selbstgezogenen Bienenwachskerzen.

Für die jüngeren Kinder der Kinderstube und des Kindergartens haben die Eltern viele Dinge gefertigt. Das Angebot reicht von Feuerwehrautos, Angelspielen und Arzttaschen über Zwerge und Feen, bis hin zu Mützen und Filzsohlen für Gummistiefel.

Aber auch andere Künstler haben Ihre Stände aufgebaut: Handgearbeitete Bögen und Pfeile lassen nicht nur Kinderaugen leuchten. Schmuck und Edelsteine sind zu finden, Bücher, Adventskalender, handgemachte Puppenkinder, Türkränze und Adventsgestecke. Wie heißt es in der Einladung? „Handgefertigtes aus Filz, Holz, Metall, Wolle, Papier, Ton, Textilien und vieles Schönes mehr. Fast ist es unmöglich, alles aufzuzählen.

Nach so vielen Eindrücken ist es gut sich auszuruhen und zu stärken. Soll es jetzt der Flammkuchen

aus dem neuen Steinbackofen sein, hausgemachte Salate oder doch lieber eine süße Köstlichkeit aus dem „Musikcafé“? Das georgische Café lockt ebenfalls mit herzhaften und süßen georgischen Spezialitäten. Wer die Wahl hat…

Natürlich gibt es auch für Kinder jede Menge Abwechslung: Im Oberstufengebäude können sie basteln, dem Puppenspiel zuschauen (in diesem Jahr wird „Das Laternenmädchen“ aufgeführt), Märchen lauschen oder Kerzen ziehen. Oder sie fischen nach Edelsteinen. Zudem bietet die Zirkusschule Kokolores in der Turnhalle ein buntes Angebot zum Mitmachen an. Ein besonderer Höhepunkt für die jüngeren Kinder ist und bleibt das Kinderlädchen. Dort gibt es selbst gefertigte Schätze, die immer heiß begehrt sind und nur von Schülern verkauft werden. Denn: Der Eintritt ist für Erwachsene verboten.

„Da haben sich die Schüler, Lehrer und Eltern richtig ins Zeug gelegt, um so einen toll dekorierten und vielseitigen Basar zu präsentieren. Leider waren viele der schönen selbstgebastelten Dinge schon ausverkauft, als wir am Nachmittag kamen. Dafür genießen wir leckere Torte und Punsch mit musikalischer Untermalung der Schüler der 8. Klasse im Musikcafé“ finden Bettina Finke und Heiko Meyer aus Wuppertal, zur Zeit zu Besuch in Saarbrücken. Aber es gibt auch kritische Stimmen. Herr Klein vermisst die besondere Atmosphäre der früheren Jahre, als es Stände im Flur gab, die die Klassenräume miteinander verbanden. „ Aber ein Treffpunkt für Gespräche ist der Basar nach wie vor“, so Herr Klein. Doch die sicherheitstechnischen Auflagen müssen umgesetzt werden, um die Sicherheit der Basarbesucher zu gewährleisten. Vielleicht gibt es ja kreative Köpfe, denen es trotz der Verordnungen gelingt, den Flur stimmungsvoller wirken zu lassen. Der Basar wandelt in jedem Jahr ein wenig sein Gesicht. Das merkt man auch in diesem Jahr. Es gibt wieder mehr Angebote und Stände aus der dem Kreis der Schulgemeinschaft. Was wohl der nächste Basar bringt? Bitte notieren: Der nächste Basar ist am 18.11.2017.

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