Adventskonzert

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Bis auf den letzten Platz ist der Festsaal der Freien Waldorfschule Saarbrücken an diesem Nachmittag des 2. Advents besetzt. Aufregung liegt in der Luft, vor allem bei den noch jüngeren Musikerinnen und Musikern: Sie stehen möglicherweise zum ersten Mal bei dem bereits traditionellen Adventskonzert zum Musizieren auf der Bühne.

Musik wird an der Waldorfschule groß geschrieben, jede Schülerin und jeder Schüler sollte ein Instrument erlernen. Daher gibt es zwei ständige Orchester, das Mittelstufen- und das Oberstufenorchester. Hinzu kommen verschiedene Ensembles sowie neuerdings ein Chor der Unterstufe. Geleitet werden sie von den Musiklehrern der Schule sowie externen Musiklehrern.

Das Programm zu dem diesjährigen Adventskonzert ist bunt gemischt und dennoch sehr festlich. Auf dem Programm stehen Werke von Händel (das „Halleluja“ aus dem Messias sowie Sarabande in d-Moll), aber ebenso Herbstlieder, gesungen von dem Kinderchor, und – ganz und gar nicht weihnachtlich und dennoch passend in das Gesamtprogramm – „Another brick in the wall“ von Pink Floyd, dargeboten von einem Gitarrenensemble. Das Weihnachtskonzert von Corelli führt ein Streicherensemble auf. Spontan haben sich diese Schülerinnen und Schüler mit ihrer Leiterin Katalina McDonald entschlossen, mit ihrer Musik auch etwas für die Verständigung der Kulturen zu tun und haben das Stück zusammen mit einigen Weihnachtsliedern bereits einen Tag zuvor in einer neuen Flüchtlingsunterkunft in Saarbrücken gespielt. Es ging ihnen darum, Verständnis für unser Weihnachtsfest zu schaffen. Dies gelang ihnen offenbar, denn die Flüchtlinge nahmen das Konzert offen und voller Freude an, sie versuchten mitzusingen und am Ende tanzten sie sogar.

Aber zurück zum 2. Advent: Einen fulminanten Höhepunkt des Konzertes bietet das Oberstufenorchester unter der Leitung von Hubert Paech mit dem Werk „Aus der Neuen Welt“ von Dvorak. Volles Temperament wechselt sich gekonnt mit leisen und sehr leisen Tönen ab. Der stürmische Applaus zeigt, dass das Publikum begeistert ist. Zum Finale des Konzertes, Händels „Sarabande“, das gemeinsam von beiden Orchestern gestaltet wird, versammeln sich annähernd 100 Schülerinnen und Schüler auf der Bühne. Fast ist diese schon zu klein, so überwältigend ist die Anzahl der Musizierenden. Nach der Aufführung bittet das Orchester das Publikum darum, ein Lied zu singen. Dieser Wunsch wird natürlich erfüllt und der gesamte Saal singt gemeinsam mit dem Kinderchor „Es kommt ein Schiff geladen“. Die Schülerinnen und Schüler verabschieden sich von ihren Zuhörern mit einem Gospel, gesungen von einigen Jungs und Mädels aus dem Oberstufenorchester.

Der anhaltende und begeisterte Applaus beweist, dass die Arbeit sowohl der Lehrer als auch der Schülerinnen und Schüler sich gelohnt hat und dass es wieder ein Konzert „Genuss pur“ war.

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